„Bernard Schultze ist unbestritten einer der wichtigsten Wegbereiter der abstrakten Malerei in Deutschland nach 1945“. Das hat bei der Vernissage der Ausstellung "...wohin immer das Bild will" einer gesagt, der es wissen muss: Timm Gierig, Frankfurter Galerist und Freund des Künstlers. Er hat im Kunstverein die Arbeiten dieses wichtigen Künstlers vorgestellt. Etwa 50 Gäste waren gekommen.


Nach der Begrüßung durch Vorsitzenden Gert Heiland gab Gierig in seinem anekdotenreichen Vortrag einen Einblick in die Bedeutung des Künstlers für die deutsche und internationale Kunstszene nach 1945. Als Mitglied der „Frankfurter Quadriga“ war Schulze zusammen mit Karl Otto Götz, Otto Greis und Heinz Kreuz einer der Künstler, die Deutschland nach dem Ende der Nazizeit wieder zum Anschluss an die internationale Avantgarde verhalfen. In der Frankfurter Zimmergalerie Franck hatten die Vier als "Franfurter Quadriga“ 1952 erstmals informelle Malerei gezeigt.


Die im Alten Rathaus gezeigten Werke des 2005 verstorbenen Schultze sind Teil einer großen Ausstellungstournee aus dem Jahr 2015, die anlässlich des 100. Geburtstages Schultzes durch viele große Museen gewandert ist. Nun besteht im WKV die fast einmalige Gelegenheit, eine repräsentative Werkschau des bekannten Malers auf kleinem Raum zu erleben und so ein kunsthistorisches Schwergewicht nahe zu kommen.


„Der große Maler Bernard Schultze würde am 31. Mai 103 Jahre alt. Über die Ausstellung in Wetzlar würde er sich sehr freuen“, versicherte Timm Gierig.
Die Ausstellung ist bis zum 22. April im Kunstverein, Hauser Gasse 17, zu sehen. Öffnungszeiten: Fr. 16 - 18 Uhr, Sa.11 - 14.30 Uhr, So.13 bis 16 Uhr.
Mehr zum Verein auf www.wetzlarer-kunstverein.de

Anbei Bilder der Vernissage (K.J. Frahm). Rechts: Auch in Frankfurt wird für die Ausstellung geworben.