Holger Daberkow hat sich durch Ausstellungen und Publikationen überregional einen Namen gemacht. Sein neuestes Projekt, die Fotoausstellung „Leitz-Park 3“, ist in den Räumen des Wetzlarer Kunstvereins zu sehen.Die Ausstellung belegt einmal mehr Daberkows ungewöhnlichen und ästhetischen Blick auf Gegenstände und Materialien.

Eine kurze Einführungsrede hielt Gert Heiland, Vorsitzender des Wetzlarer Kunstvereins. Er verzichtete darauf, die technischen Finessen des Leica-Fotografen einzugehen. Heiland ist fasziniert von Daberkows Blick für das Potenzial der profanen Dinge, den im Bild transportierten Humor und die Kunst des Fotografen, neue Geschichten entstehen zu lassen. Als Beispiel nannte er das Bild der großen Baggerschaufel, die wie ein Raubsaurier ins Bewusstsein des Betrachters stampft. Oder das „Ballett der Kräne“, das Heiland an Kraniche erinnert. Bestandteil der Ausstellung ist auch eine Dokumentation über Architektur und Industriekultur.

Seit zwei Jahren fotografiert Daberkow  mit Leica-Kameras auf der Baustelle „Leitz-Park 3“. Herausgelöst aus einem rein funktionalen Zusammenhang entwickeln die Gegenstände eine eigentümliche Schönheit, die sich dem Betrachter erst erschließt, nachdem sie ihre Zweckmäßigkeit verloren haben.

Die Ausstellung „Leitz-Park 3“ ist bis zum 2. Juni in der Galerie des Wetzlarer Kunstvereins im „Alten Rathaus“, Hauser Gasse 17, zu sehen. Öffnungszeiten: Freitag, 16 bis 18 Uhr; Samstag, 11 bis 14.30 Uhr; Sonntag, 13 bis 16 Uhr. Der Eintritt ist frei.