Nachdem die stadtweite Präsentation von und mit Luciano Castelli um ein Jahr verschoben wurde, sind seit Freitagabend nun ausgewählte Arbeiten der Gruppe „Zero“ zu sehen. „Zero“, 1958 gegründet, ist längst bundesdeutsche Kunstgeschichte. Denn die drei Künstler Otto Piene, Günther Uecker und Heinz Mack wollten mit ihrer Arbeit einen Neuanfang im Nachkriegsdeutschland propagieren, für eine „Stunde Null“ kämpfen, für eine unbelastete und „reine“ Kunst als Gegenpol zur jüngeren Vergangenheit mit dem Zweiten Weltkrieg. Zuerst waren sie nur zu zweit: Otto Piene,  Wegbereiter der Licht- und Feuerkunst gilt, und  Heinz Mack. Der  Lollarer hatte sich schon früh durch experimentelle Lichtreliefs sowie Lichtinstallationen einen Namen gemacht. Inzwischen sind es vor allem seine farbstarken und ungemein ästhetischen Druckgrafiken, die bei den Kunstfreunden immer wieder für Furore sorgen; so zu erleben auch am Freitagabend bei der Eröffnung im Alten Rathaus. 1961 stieß Günther Uecker dazu, seine  reliefartige Bilder und Objekte aus und mit Nägeln machten ihn sind berühmt. Von allen drei Künstlern sind im Kunstverein auch dank der Zusammenarbeit mit der Galerie am Dom nun markante Beispiele für das Schaffen der Gruppe „Zero“ zu finden.