Die Ausstellung "Baustellen" von Wolfgang Michaeli ist eröffnet. Sie ist beeindruckend, aber auch bedrückend. Wolfgang Michaeli hat zu Beginn offen und ehrlich von seiner bipolaren Störung erzählt, eine Erkrankung, die in zwingt, seit Jahren zahlreiche Medikamente zu nehmen. Er zeigt nun Installationen aus den Blistern der Tabletten, ein Stadtmodell aus Verpackungen, einen Turm aus Kassetten mit Rundfunkaufzeichnungen und mehr.  Aber auch schöne Bilder  gibt es, eben eine bipolare Schau, wie er sagte, etwas ganz Besonderes im Reigen der Ausstellungen im WKV. Markus Fritsch schreibt in der WNZ: "Eine Installation aus Tabakpackungen, Streichholzschachteln, Nähgarn und Kleinmöbeln; das Bankenviertel von Frankfurt (New Babylon) im Verhältnis von 1:250 aus Medikamentenschachteln und -dosen, Beipackzetteln, Kartons, Klebeband und einem Bild. 2001 begann Wolfgang Michaeli gezielt Materialien zu sammeln, die die Baustellen seines Lebens illustrieren: Tabakverpackungen, Streichholzschachteln, Tablettenschachteln, Blister, Kassetten mit Radiosendungen. Daraus sind die schon erwähnten Installationen geworden, die er als Architekt maßstabsgetreu nachgebildet hat, wie das Hochhaus der Commerzbank in Frankfurt am Main. Wolfgang Michaelis Schaffen ist vielfältig. Es gibt in der Ausstellung auch ganz persönliche Bilder, welche die Auseinandersetzung mit seiner bipolar-manisch-depressiven Störung suchen. Bilder wie „Manie I“ und „Depression“ berühren den Betrachter..." Zu erleben bis 7. Oktober.