Aktuelles

 Arbeiten von Künstlerinnen und Künstlern des Wetzlarer Kunstvereins e. V. als Wiederöffnung in der Stadtgalerie:


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Lamar Dreuth: „Das Stadthaus, …“ - Fotografie

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Ab dem 16. Juni 2020 präsentieren wir die Ausstellung

„Die Domhöfe – Wunsch und Wirklichkeit“
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Die Themenausstellung 2020 des Wetzlarer Kunstvereins ist ungewöhnlich, und zwar aus drei Gründen:

1. Wir präsentieren während der Corona Pandemie die Ausstellung ohne Rahmenveranstaltungen, nutzen aber die Chance für eine Wiedereröffnung der Stadtgalerie unter besonderen Umständen.

2. Erstmals wurden in diesem Ausstellungs-Experiment alle Mitglieder des Wetzlarer Kunstvereins eingeladen, sich künstlerisch zu beteiligen.

3. Als Thema stand fest: „Die Domhöfe – Wunsch und Wirklichkeit“ – ein besonderer Aspekt der aktuellen Stadtentwicklung.

Am Wetzlarer Domplatz ist eines der wichtigsten Bauprojekte in der Wetzlarer Altstadt in Planung. Das Stadthaus am Dom, ein in den siebziger Jahres gebauter Gebäudekomplex, der Geschäfts- und Ausstellungsräume, Säle und zahlreiche Wohnungen beherbergt, steht vor dem Abriss, da erhebliche Schäden an der Bausubstanz festgestellt wurden. An seiner Stelle plant ein privater Investor drei Höfe, die durch Gassen getrennt sind und deren Baukörper und Fassaden sich an den umliegenden Gebäuden der Wetzlarer Altstadt und historischen Vorbildern orientieren.

Das Neubauprojekt an der Stelle des maroden Stadthauses am Dom bot allerlei Möglichkeiten, sich damit auseinanderzusetzen. Dabei konnten die Künstlerinnen und Künstler des Wetzlarer Kunstvereins e. V. sowohl ihrer Phantasie freien Lauf lassen und Wünsche formulieren als auch die Wirklichkeit - das Projekt, das alte Gebäude, die Diskussion innerhalb der Stadtgesellschaft - auf ihre Weise reflektieren.

Für das Kulturhaus in der Bahnhofstraße, in deren Untergeschoss sich auch die Stadtgalerie Wetzlar befindet, wurden umfassende Schutz- und Hygienemaßnahmen entwickelt, um Ihren Besuch so angenehm aber auch so sicher wie möglich zu gestalten.

Sie tragen zur Eindämmung des Coronavirus bei und sollen Sie ebenso wie unsere Mitarbeiter/innen vor einer Infektion schützen.

Zum Wohle aller besuchen Sie die Stadtgalerie bitte nur, wenn Sie sich gesund fühlen. Im Haus gelten Maskenpflicht und Mindestabstand von 2 Metern. Bitte vermeiden Sie Gruppenbildungen und achten Sie auf das neue Wegeleitsystem im Eingangsbereich des Kulturhauses.

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Haben Sie bitte Verständnis, wenn unsere Mitarbeiter/innen Sie auf die Einhaltung dieser Regeln aufmerksam machen.

Auf Rahmenveranstaltungen, wie z. B. Vernissagen und Kunstgespräche müssen wir zurzeit noch verzichten.

Zurzeit noch verkürzte Öffnungszeiten
der Stadtgalerie Wetzlar im Kulturhaus (UG):

Mo., So. u. feiertags geschlossen
Di. - Fr. 12 – 18 Uhr
Sa. 10 – 13 Uhr

Da die Ausstellung, nach wenigen Tagen, wegen Corona geschlossen werden mußte, haben wir für alle, die sie nicht besuchen konnten, die Bilder fotografiert.

Es ist politische Kunst, die die neue Ausstellung “Nach draussen” zeigt, auch wenn man es auf den ersten Blick nicht vermutet. Bäume stehen im Mittelpunkt. Aber es sind dot transkeine idyllischen Baumportraits, die das Künstlerpaar Helge Hommes und Saxana Schoetschel gemalt hat, sondern expressionistische Bilder, die eine klare politische Botschaft transportieren.

Es ist Kunst gegen die Abholzung uralter Wälder oder die Zerstörung ganzer Dörfer wie im Hambacher Forst, in Mannheim am Rande des Tagebaus Garzweiler und im Reinhardswald. Helge und Saxana wurden durch ihre Malaktionen im Hambacher Forst bekannt, einen politischen Duktus haben alle ausgestellten Ölgemälde und Kohlezeichnungen, die im Freien, draußen entstanden sind.

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Sie verstehen ihre Malaktionen aus den Jahren 2017 bis 2019 als politischen Akt. Das Künstlerpaar malt als Teil einer politisch relevanten Aktion oder eines gesellschaftlich bedeutsamen Prozesses.

Wie kam es zu den Bäumen? Helge: „Die Sache ist ganz einfach. Wir sind in diese verrückte Welt geboren und man erkennt ,Oh weias‘. Irgendwo braucht man einen Halt und einen Halt gibt die Architektur. Wenn man die Architektur in der Natur entdeckt und man sich eine grundlegende Struktur aussucht, ist man sehr schnell bei den Bäumen. Der Baum im Gegenüber gibt eine wunderbare Person, die einem im Stillen Halt gibt, und dann beginnt eine sehr intensive Auseinandersetzung mit dem Gegenüber Baum.“


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Foto 1: Hans Hochheim
Foto 1: Hans Hochheim
Foto 2: Hans Hochheim
Foto 2: Hans Hochheim
Foto 3: Hans Hochheim
Foto 3: Hans Hochheim
Foto 4: Hans Hochheim
Foto 4: Hans Hochheim
Foto 5: Hans Hochheim
Foto 5: Hans Hochheim
Foto 6: Hans Hochheim
Foto 6: Hans Hochheim
Foto 7: Hans Hochheim
Foto 7: Hans Hochheim
Foto 8: Hans Hochheim
Foto 8: Hans Hochheim
Foto 9: Hans Hochheim
Foto 9: Hans Hochheim
Foto 10: Hans Hochheim
Foto 10: Hans Hochheim
Foto 11: Hans Hochheim
Foto 11: Hans Hochheim
Foto 12: Hans Hochheim
Foto 12: Hans Hochheim
Foto 13: Hans Hochheim
Foto 13: Hans Hochheim
Foto 14: Hans Hochheim
Foto 14: Hans Hochheim
Foto 15: Hans Hochheim
Foto 15: Hans Hochheim
Foto 16: Hans Hochheim
Foto 16: Hans Hochheim
Foto 17: Hans Hochheim
Foto 17: Hans Hochheim
Foto 18: Hans Hochheim
Foto 18: Hans Hochheim
Foto 19: Hans Hochheim
Foto 19: Hans Hochheim
Foto 20: Markus Fritsch
Foto 20: Markus Fritsch
Foto 21: Hans Hochheim
Foto 21: Hans Hochheim
Foto 22: Hans Hochheim
Foto 22: Hans Hochheim

 

Die Künstler sehen sich als Aktivisten, die so zivilen Widerstandes leisten. Ihre Kunst ist ihr Weg, um Gleichgesinnte von der Notwendigkeit des Protestes gegen die Umweltzerstörung zu überzeugen.

Im Reinhardswald bei Kassel sollen für die Verbreiterung einer Straße für Windräder ebenfalls Rodungen erfolgen. Auch dort sind Helge und Saxana in den Wald „eingezogen“ und haben im Januar gemalt, einige Bilder sind zu sehen.

Über die Rodungen klärte Hermann-Josef Rapp, ehemaliger Forstbeamter, die Vernissagegäste auf. Nach seiner Pensionierung führt er immer noch Besucher durch den Reinhardswald, den er „das Schatzhaus“ der europäischen Wälder nannte. Gerade die alten Eichen seien das Aushängeschild des Waldes.

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Man sei überrascht gewesen als die Maler auftauchten und bei Schnee und Regen malten. So seien die Medien auf die bevorstehenden Rodungen aufmerksam geworden. Durch Helge und Saxana erfuhr der Reinhardswald eine zusätzliche Wertschätzung.

Auch Filmregisseure kamen. Herbert Ostwald suchte für den Film „Der Baum der Bäume“ eine Eiche als Hauptdarsteller. Nach langem Suchen hat er sich für einen Baum entschieden, den man „Margarete“ nannte. Helge und Saxana malten große Ölbilder des Baums, der durch den Film an Popularität gewann. Und die Künstler sind auch in einem anderen Film zu sehen: Lukas Reiters Film „Hambi“ ist in der Rubrik „Das kleine Fernsehspiel“ der ZDF-Mediathek zu finden.

Liebe Kunstfreunde,

anbei eine kleine Kunst-Geschichte in Zeiten geschlossener Galerien.

Die Wetzlarer Goetheschule Mitte der 70er Jahre. Klassenlehrer Peter Merck lädt seine Schüler ein. Er hält die Einführung zu einer Ausstellungvon Hermann Seibert im Kulturamt, das damals am Karl-Kellner-Ring war, und würde sich freuen, wenn wir kommen würden. Meine erste Ausstellung. Ein abstraktes Aquarell ziert das Plakat. Peter Merck hat es mir besorgt, viele Jahre hängt es gerahmt im Jugendzimmer.

Und beinahe 50 Jahre später treffe ich das Original wieder, in einer Seibert-Gedenkausstellung im Stadtmuseum. Es ist klar: Ich muss es haben. Seitdem hängt das Original bei mir.

Das Bild hat damals die Freude an der Kunst ausgelöst, ist damit indirekt schuld am Kunstpädagogikstudium und letztlich auch daran, dass die Kunst und Kultur einen Großteil des Berufslebens bestimmen. Gert Heiland

Haben auch Sie, hast Du eine kleine Kunst-Geschichte zu erzählen...?

Der Wetzlarer Kunstverein hat einen neuen Vorstand.

Nach 28 Jahren als 2. oder 1. Vorsitzender trat Gert Heiland aus persönlichen Gründen zurück. Und mit ihm der komplette Vorstand, so dass ein neues Führungsgremium en bloc gewählt werden konnte.

Neuer Vorsitzender ist der bisherige Vize Hans Hochheim (Mitte), seinen Posten übernimmt Christel Mutschler (2. v. r.).
Schatzmeister Joachim Czech (l.) wurde ebenso bestätigt wie Künstlersprecherin Anne Held (2. v. l.).
Neu ist der kunstwissenschaftliche Beirat, Prof. Marc Fritzsche (3. v. r.).
Neu besetzt ist auch der Schriftführerposten: Karin Bellof (r.) löst Roderich Helmer ab, der nicht mehr antrat.


Im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung standen neben Wahlen die Jahresberichte.

So berichtete Heiland von 1482 Galeriebesuchern im Jahr  2019.
Die meisten Gäste kamen zur Castelli-Ausstellung mit der Nacht der Galerien. Beschlossen hat die JHV auf Antrag, dass die Protokolle der JHV künftig jedem Mitglied zugeleitet werden sollen. (Foto: privat)